Ernst Erich Metzner

Ernst Erich Metzner, auch E. E. Metzner (* 23. Februar1938 in Hillersdorf, Sudetenland, heute Holčovice, Tschechien) ist ein deutscher germanistischer, skandinavistischer und historischer Mediävist. Er war Hochschullehrer an der Universität Frankfurt am Main.

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Ernst Erich Metzner verbrachte seine frühe Kindheit in seinem Geburtsort, einem Gebirgsdorf, das in der Nähe von Troppau gelegen ist und damals zum ehemaligen Sudetenschlesien gehörte. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte aufgrund der Beneš-Dekrete die Vertreibung der deutschen Bevölkerung. Auch die Familie Metzner musste ihre Heimat verlassen; 1946 kam Ernst Erich Metzner zusammen mit seiner Mutter und seiner zwölf Jahre älteren Schwester nach Westdeutschland.

Nach seinem Schulabschluss studierte Metzner Germanistik, Geschichte, Politikwissenschaft und Skandinavistik an der Universität Frankfurt am Main. Er machte das Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien und arbeitete dann als Lektor in Aarhus in Dänemark. 1969 promovierte er in Frankfurt mit einer Arbeit über die früheste Geschichte der europäischen Balladendichtung.

Ab 1972 war er als Professor für Deutsche Philologie am Institut für Deutsche Sprache und Literatur II der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main tätig. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehörten unter anderem Mittelalterliche Literatur und Historische Sprachwissenschaft. Von 1999 bis 2001 war er geschäftsführender Direktor des Instituts für Skandinavistik. Mehrere Gastprofessuren führten Metzner nach Florenz, Lublin und Lyon.[1] 2001 schied er aus dem aktiven Hochschulbetrieb aus, widmet sich seitdem aber weiterhin der Wissenschaft.

Als Sprachwissenschaftler und Historiker beschäftigte und beschäftigt Metzner sich unter anderem mit „älterer und neuerer Literatur, den deutsch-skandinavischen Literaturbeziehungen in Mittelalter und Neuzeit“ sowie mit „sprachhistorischen, namenkundlichen und geschichtlichen Themen vor allem aus dem Rhein-Main-Gebiet und dem ostdeutsch-slawischen Durchdringungsbereich“. Er stellte seine Forschung, auch beeinflusst durch seine persönliche Biografie, in einen europäischen Kontext und engagierte sich unter anderem für Kontakte nach Skandinavien, insbesondere nach Dänemark und Norwegen, für den Erhalt des skandinavistischen Instituts an der Frankfurter Universität Ende der 1990er-Jahre sowie für den deutsch-slawischen Kulturaustausch. Darüber hinaus war das Rhein-Main-Gebiet als seine „neue Heimat“ wiederholt Gegenstand von Metzners sprachhistorischen Forschungen und profitierte davon.[2]

Metzner publizierte mehrere Fachbücher und machte darüber hinaus seine Forschungsergebnisse in regionalen und überregionalen Zeitungen und Hochschulschriften mit zahlreichen Aufsätzen, Vorträgen und Interviews bekannt.[3]

Ernst Erich Metzner lebt in Rüsselsheim am Main.

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