Zalando

Die Zalando SE mit Sitz in Berlin ist ein börsennotierter deutscher Online-Versandhändler für Schuhe, Mode und Kosmetik. Das Unternehmen wurde 2008 von David Schneider und Robert Gentz gegründet und hat mehr als 44 Millionen aktive Kunden in 23 europäischen Märkten.[3] Zalando ist in mehreren Geschäftsfeldern aktiv – vom Online-Shop über Eigenmarken, den Shopping-Club Zalando Lounge,[4] Outlets in elf deutschen Städten,[5] den Beratungsservice Zalon[6] sowie Logistik- und Marketing-Angebote für Händler.[7] Mit dem Programm Connected Retail bindet Zalando knapp 4.700 Geschäfte des stationären Einzelhandels an seine Mode-Plattform an.[8] 2020 generierte Zalando einen Umsatz von 7,98 Milliarden Euro[2] mit rund 16.000 Mitarbeitern.[2]

Zalando SE
Logo
Rechtsform Europäische Gesellschaft (Societas Europaea, SE)
ISIN DE000ZAL1111
Gründung 2008
Sitz Berlin, Deutschland Deutschland
Leitung
  • Robert Gentz
  • David Schneider
  • Astrid Arndt
  • David Schröder
  • Jim Freeman[1]
Mitarbeiterzahl ca. 16.000 (2021)
Umsatz 7,98 Mrd. Euro[2]
Branche Internethandel: Modeversand
Website corporate.zalando.com

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Zalando wurde 2008 von David Schneider und Robert Gentz in Berlin mit Investorenkapital der drei Samwer-Brüder gegründet.[9] Kennengelernt hatten sich Schneider, Gentz und Oliver Samwer während ihres Studiums an der WHU – Otto Beisheim School of Management. Vorbild für Zalando war der US-amerikanische Versandhändler Zappos.[10] Der Name leitet sich ebenfalls von dem spanischen Wort für Schuhe Zapatto und dem früheren Unternehmen von Oliver Samwer alando ab.[11]

Wandmalerei mit Cara Delevingne als Werbung für Zalando und Topshop in Köln, 2015

2009 erweiterte das Unternehmen sein Versandgebiet auf Österreich.[12] Zur selben Zeit wurde das Angebot um die Bereiche Mode und Bekleidung ergänzt. Zalando begann eigene Kollektionen und Labels im Markt anzubieten. Ende 2010 war das Unternehmen Marktführer für den Schuhversand über das Internet, schrieb allerdings 20 Millionen Euro Verlust.[13] Seit Oktober 2011 liefert das Unternehmen auch in die Schweiz.[14] Im Jahr 2011 machte das Unternehmen einen Umsatz von über 500 Millionen Euro; hierbei wurde ein Verlust von 60 Millionen Euro geschrieben.[15] Aufmerksamkeit erhielt Zalando durch auffällige Fernsehwerbung.[16] Die monatlichen Werbeausgaben lagen 2011 im zweistelligen Millionenbereich und wurden wegen hoher Verluste im Januar 2012 auf fünf Millionen Euro reduziert.[17]

Seit 2012 gehört auch der Outlet Store Berlin zum Unternehmen.[18] Im Juli 2012 wurde bekannt, dass das Unternehmen einen Teil der Software-Entwicklung am Standort in Dortmund bündelt. Neben den Lagerstandorten Großbeeren, wo im Juli 2012 1000 Arbeitnehmer tätig waren,[19] und Brieselang, wo 900 Beschäftigte im Juni 2012 arbeiteten,[19] steht in Erfurt eine weitere Lagerhalle, in der 350 Beschäftigte im August 2012 tätig waren.[20] Im Herbst 2012 wurde mit dem Bau eines Logistikzentrums in Mönchengladbach begonnen.[20] Der Verlust lag 2012 bei 92 Millionen Euro.[21] Die Retourenquote sollte bei ungefähr 50 % liegen.[22]

Im Dezember 2013 wurde das Unternehmen von einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) in eine Aktiengesellschaft (AG) umgewandelt.[23]

Im Geschäftsjahr 2013 erzielte Zalando einen Umsatz von 1,8 Milliarden Euro.[24] Im Frühjahr 2014 gab Zalando bekannt, sich in eine europäische Aktiengesellschaft (SE) umzufirmieren, um im europäischen Geschäftsverkehr einheitlich auftreten zu können. Seit Oktober 2014 ist Zalando an der Börse; durch den Börsengang konnten 605 Millionen Euro eingenommen werden.[25]

Der Premium-Shop EMEZA sowie der Eigenmarken-Shop KIOMI wurden 2013 eingestellt.[26] Im April 2015 eröffnete das Unternehmen einen zusätzlichen Technologie-Standort in Dublin (Irland). Ein weiterer Technologie-Standort wurde im Spätsommer 2015 in Helsinki, Finnland eröffnet.[27] 2015 gab der Unternehmensvorstand David Schneider bekannt, dass Zalando die insolvente Berliner Leitmesse für Urban StreetwearBread & Butter übernimmt.[28] Im Juli 2015 fand die Messe in bisheriger Form im Flughafen Tempelhof statt; ab 2017 wurde sie als „Modefestival“ für ein breiteres Publikum geöffnet, 2018 jedoch eingestellt.[29] Im November 2015 stellte Zalando seine Pläne für den Neubau eines Komplexes mit dem Namen „Zalando Campus“ in Berlin-Friedrichshain vor. Der aus zwei siebenstöckigen Gebäuden bestehende Campus soll auf dem Mediaspree-Areal neben der Mercedes-Benz Arena entstehen und 42.000 Quadratmeter Fläche sowie Platz für 5000 Mitarbeiter bieten. Die Kosten sind mit etwa 140 Millionen Euro veranschlagt, der Entwurf stammt von HENN. Im April 2017 kündigte Zalando an, auf der Cuvrybrache in Berlin-Kreuzberg weitere 34.000 Quadratmeter Bürofläche anzumieten.

Anfang Juni 2018 gab Zalando seinen Marktantritt in Irland und Tschechien bekannt.[30][31][32] 2018 startete Zalando mit dem Onlineverkauf von Kosmetikartikeln.[33] Diese sollten zunächst in Deutschland verkauft werden und bei Erfolg auch in anderen Ländern.[34] Ende Juli 2018 eröffnete Zalando in Berlin sein erstes Ladengeschäft für Kosmetikartikel mit dem Namen Beauty Station.[35] Im Dezember 2019 kündigte Zalando den Verkauf des Streetwear-Händlers Kickz Never Not Ballin an, welcher erst zwei Jahre zuvor übernommen wurde.[36] Der Verkauf an die Münchner Play Hard Group wurde im März 2020 abgeschlossen.[37]

Nach Ausbruch der COVID-19-Pandemie in Deutschland gab Zalando im April 2020 ein Sparprogramm über 350 Millionen Euro bekannt.[38] Durch die Kostensenkungen sollte laut Zalando ein Stellenabbau vermieden werden.[39] Im April 2020 startete Zalando auch eine Partnerschaft mit Unibail-Rodamco-Westfield Germany, einem Betreiber von Einkaufszentren, um dessen Händlern Zugang zu seinen Online-Diensten zu ermöglichen.[40] Ebenfalls im Jahr 2020 wurde das ETHSpinoffFision übernommen. 2021 wurde bekannt, dass sich Zalando im Prime Tower in Zürich einmieten will.[41]

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