Renminbi

Renminbi (chinesisch 

人民幣 / 

人民币, Pinyin Rénmínbì?/i  „Volkswährung“, salopp ‚Volksgeld‘) ist die Währung der Volksrepublik China und wird von der Chinesischen Volksbank herausgegeben. Als „Volksgeld“ unterschied man es vom parallel dazu in gleicher Stückelung existierenden Waibi, (外幣 / 外币, wàibì)[1][2][3], salopp dem „Fremdengeld“, korrekt der Fremdwährung bzw. Devisen, das Ausländern vorbehalten war.

Rénmínbì
Staat: China Volksrepublik China
Unterteilung: 1 Yuán = 10 Jiǎo = 100 Fēn
ISO-4217-Code: CNY
Abkürzung: RMB¥, (CN¥)
Wechselkurs:
(8. Dezember 2021)

1 EUR = 7,173 CNY
100 CNY = 13,942 EUR

1 CHF = 6,876 CNY
100 CNY = 14,544 CHF

Die internationale Abkürzung nach ISO 4217 ist CNY, in Off-Shore-Handelszentren für Devisen, beispielsweise Hongkong, auch als CNH gekennzeichnet, um sich von anderen Handelsplätzen zu unterscheiden. In China hingegen wird häufig RMB verwendet. Die Einheiten der Währung sind Yuan (

, Yuán?/i, alternative Symbole sind 圓 traditionell bzw. 圆 vereinfacht), Jiao (, Jiǎo?/i) und Fen (, Fēn?/i). Ein Yuán „

“, abgekürzt mit dem Symbol „¥“ („CN¥“), entspricht 10 Jiǎo „“ oder 100 Fēn „“.

In der chinesischen Umgangssprache wird statt Yuán () häufig Kuài ( / anhören (hochchinesisch)?/i  „Stück“) und anstatt Jiǎo (  „Horn, Ecke“) meist Máo (anhören (hochchinesisch)?/i  „Haar“) verwendet. Im Westen wird die Währung selbst auch oft mit Yuan oder Renminbi Yuan bezeichnet.

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Es existieren Geldscheine zu 100, 50, 20, 10, 5, 2 und 1 Yuan, 5, 2 und 1 Jiao und 5, 2 und 1 Fen. Geldstücke existieren zu 1 Yuán, 5 und 1 Jiao, 5, 2 und 1 Fen. Banknoten mit Fen-Werten sind aus dem Umlauf fast verschwunden.

Einheit ugs. Bezeichnung Wert in ¥
1 Yuan (, yuán) 1 Kuai ( / , kuài) 1,00 ¥
1 Jiao (, jiǎo) 1 Mao (, máo) 0,10 ¥
1 Fen (, fēn) 0,01 ¥

Die Preise in den meisten Geschäften lauten auf volle Jiao, Ausnahme sind manche Supermarktpreise mit einer Endung auf 5 Fen, also halbe Jiao. Diese Preise werden meist jedoch an der Kasse auf volle Jiao-Beträge abgerundet.

Beim Wechsel von Fremdwährung in Yuan erhält man auch Münzen in Fen-Werten, da dort nicht gerundet wird.

Bei der Verwendung von kleinen Werten in Münzen oder Scheinen gibt es regionale Unterschiede: Während in Shanghai überwiegend 1-Yuan-Münzen im Umlauf sind, sind in Qingdao hauptsächlich 1-Yuan-Scheine, ebenfalls auch Scheine in Jiao-Werten im Umlauf.

Wechselkurs gegenüber dem US-Dollar, seit 1981
Wechselkurs des Euro zum Renminbi seit 2005

Die chinesische Währung ist seit 1995 erst inoffiziell und später offiziell mit einer Bandbreite von 0,5 % an den US-Dollar gekoppelt. Seit dem 21. Juli 2005 betrug der Mittelkurs der Bindung 8,11 Yuan je Dollar (Stand Februar 2014). Davor hatte der Mittelkurs 8,277 Yuan pro Dollar betragen. In den 1980er-Jahren war der Kurs noch 2 Yuan pro US-Dollar gewesen. Die chinesische Zentralbank sorgt durch gezielte Devisenmarktinterventionen für ein Einhalten des vorgegebenen Wechselkurses.

Das feste Wechselkurssystem hat China zunächst sowohl in der Inflations­bekämpfung als auch beim Zugang zu internationalem Kapital große Vorteile verschafft, da die Wechselkurspolitik Chinas als sehr glaubwürdig gilt. Die hohen Zuflüsse an ausländischem Kapital der letzten Jahre wurden nicht zuletzt aufgrund des geringen Währungsrisikos getätigt. Selbst die Asienkrise überstand der Renminbi ohne Abwertung. In den letzten Jahren nahm jedoch der internationale Druck auf China zu, die Dollarbindung aufzuheben und seine Währung frei floaten (und somit vermutlich aufwerten) zu lassen. Vor allem die USA, die EU sowie die südostasiatischen Nachbarn Chinas fordern das Land auf, den ihrer Meinung nach inzwischen stark unterbewerteten Renminbi-Yuan freizugeben. Da die chinesische Währungspolitik jedoch durch Dollarkäufe indirekt die Staatsverschuldung der USA stützt, hätte eine Aufwertung des Renminbi für die USA ambivalente Folgen.

Die meisten Studien (zum Beispiel auch der Big-Mac-Index des Economist) zeigen eine erhebliche Unterbewertung der chinesischen Währung, die dem Land gegenüber seinen wirtschaftlichen Wettbewerbern einen erheblichen Kostenvorteil gibt.[4] Die chinesische Zentralbank hat allerdings mehrfach verkündet, dass sie sich bei der Reform des Wechselkurssystems nicht unter Druck setzen lasse und ein Umbau des Systems von der volkswirtschaftlichen Lage Chinas sowie der Situation seines Finanzmarkts abhängt. Hierbei betrachten Regierung und Zentralbank die Wechselkursbindung nicht isoliert, sondern als Bestandteil mehrerer wirtschaftspolitischer Maßnahmen, zu denen auch erhebliche Kapitalverkehrskontrollen zählen.

Im Juli 2005 reagierte die Zentralbank auf den Druck der Märkte und ließ den Renminbi leicht um 2,1 % aufwerten. Für die Zukunft kündigte die Bank einen Übergang zu einem Währungskorb-System an. Nach ersten Verlautbarungen des Gouverneurs der Zentralbank Zhou Xiaochuan vom August 2015 sollte der Währungskorb mehr als zehn Währungen enthalten, vor allem US-Dollar, Euro, japanischen Yen und südkoreanischen Won. Allerdings war nach wie vor eine sehr starke Fokussierung auf den US-Dollar zu beobachten. Seit der Lösung der vollkommen festen Bindung wurde der Renminbi bis Juli 2007 um etwa neun Prozent aufgewertet. 2007 wurde der Renminbi um weitere sechs Prozent gegenüber dem Dollar aufgewertet, gleichzeitig um ebenfalls sechs Prozent gegenüber dem Euro abgewertet, da der Euro je Dollar um zwölf Prozent zulegen konnte. Das chinesische Wechselkursregime 2007 entsprach ungefähr einem Währungskorb mit gleich großer Gewichtung von Dollar und Euro.

Im Juni 2010 kündigte die chinesische Notenbank auf ihrer Webseite an, die Reform der Wechselkurspolitik voranzutreiben und die Flexibilität des Wechselkurses zu erhöhen. Die Ankündigung wurde international positiv aufgenommen.[5] Am 22. Juni 2010 setzte die chinesische Zentralbank die Tagesrate gegenüber dem Dollar um 0,42 % hoch.[6] Nach Einschätzung Paul Krugmans hat sich damit die chinesische Währungspolitik keineswegs dem Grundsatz nach geändert; schlimmstenfalls sieht er nur noch Handelssanktionen als mögliche Antwort.[7]

Auch bei dem Jahrestreffen des Internationalen Währungsfonds im Oktober 2010 konnten die Differenzen über die chinesische Währungspolitik nicht geklärt werden. Vor allem die Vereinigten Staaten von Amerika erneuerten ihre Kritik an der Unterbewertung des Renminbi, Experten warnten vor einem „Währungskrieg“.[8] Am 13. Oktober 2010 setzte die chinesische Zentralbank den Wechselkurs auf 6,6693 Yuan fest, damit hat der Renminbi-Yuan den höchsten Wert seit der Einführung der Dollar-Kopplung erreicht.[9]

Von August 2010 bis August 2011 wurde der Yuan um fünf Prozent zum Dollar aufgewertet.[10] Der Kurs belief sich auf 6,434 Yuan/Dollar (0,1554 Dollar/Yuan). Experten halten die Währung weiterhin für stark unterbewertet, glauben aber, dass die chinesische Notenbank Schritt für Schritt ihre Interventionen aufgeben wird, außerdem würde durch eine Liberalisierung des chinesischen Außenhandels der Renminbi zur frei konvertierbaren Währung.

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