Literatur in der Zeit des Nationalsozialismus

Das literarische Schaffen der deutschsprachigen Autoren und der Umgang mit Literatur zur Zeit des Nationalsozialismus wurden durch den Einfluss des NS-Regimes entweder stark geprägt oder beeinträchtigt.

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Bereits kurze Zeit nach dem Reichstagsbrand am 27. Februar 1933 gingen Schriftsteller wie Alfred Döblin, Leonhard Frank, Klaus und Heinrich Mann ins Exil. Thomas Mann blieb nach einer Vortragsreise in Frankreich.

Bücherverbrennung in Berlin (Mai 1933)

Am 10. Mai 1933 fanden in fast allen deutschen Universitätsstädten von der Deutschen Studentenschaft organisierte Bücherverbrennungen unliebsamer Autoren statt. Unter anderem gingen Werke von Sigmund Freud, Erich Kästner, Karl Marx, Heinrich Mann, Klaus Mann, Carl von Ossietzky, Erich Maria Remarque und Kurt Tucholsky in Flammen auf.

Schon frühzeitig bekannten sich zahlreiche Intellektuelle zum Nationalsozialismus. Gottfried Benn ergriff 1933 ausdrücklich Partei für „den neuen Staat“ und attackierte die literarischen „Emigranten“. Der Germanist Benno von Wiese trat bereits im Mai 1933 der NSDAP bei. Unterstützung fanden die Nationalsozialisten in bestehenden rechten Organisationen wie der nationalistischen „Arbeitsgemeinschaft nationaler Schriftsteller“, einem Unterverband des „Schutzverbandes deutscher Schriftsteller“ und der national-konservativen „Deutschen Dichterakademie“.

Im Rahmen der sogenannten Gleichschaltung wurden Schriftstellerorganisationen verboten bzw. in der im Oktober 1933 gegründeten Reichsschrifttumskammer zusammengefasst. Um Mitglied zu werden, musste man einen so genannten Ariernachweis vorlegen. Ein Ausschluss bedeutete Berufsverbot. Aus dem deutschen PEN-Zentrum ging 1934 besonders auf Betreiben von Hanns Johst und Gottfried Benn die Union nationaler Schriftsteller hervor. In Österreich wurde 1936 der Bund deutscher Schriftsteller Österreichs gegründet, der energisch auf den Anschluss hinarbeitete.

Die Säuberung von Leihbüchereien, Buchhandlungen und Bibliotheken bereits ab 1933 erfolgte nach den Kriterien der Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums. Anfang der 40er Jahre standen über 4.000 Einzeltitel, 500 Autoren und alle Schriften jüdischer Autoren (bzw. solche von so genannten „Halbjuden“) auf dem Index. Der Verzicht auf eine offizielle Vollzensur hatte zur Folge, dass Verleger und Autoren ihre Werke zur Begutachtung in Zweifelsfällen an die Gestapo hätten schicken müssen und damit durch Einschüchterung zur Selbstzensur veranlasst wurden.

Seit den Pogromen am 9. November 1938 wurde der offizielle Druck auf weitere Autoren wie Günter Eich, Peter Huchel oder Ernst Kreuder ausgedehnt.

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