Hänge-Birke

Die Hänge-Birke (Betula pendula) (Syn.: Betula alba, Betula verrucosa), auch Sandbirke, Weißbirke oder Warzenbirke genannt, ist eine sommergrüne Laubbaumart aus der Gattung der Birken (Betula). Ihr schlanker, eleganter Wuchs, ihre weiße Borke und ihr zartes Frühjahrsgrün machen sie zum Frühjahrssymbol. In Skandinavien und in Russland hat sie im Volksbrauchtum eine ähnliche Rolle wie die Linde und die Eiche in Deutschland. Als „Sand-Birke“ benannt, wurde die Hänge-Birke im Jahr 2000 Baum des Jahres.

Hänge-Birke

Hänge-Birke (Betula pendula), Illustration:
A Zweig mit männlichen Blütenkätzchen,
B Zweig mit knospigen weiblichen Blütenkätzchen,
1 + 2 männliche Blüten, 3 Staubblatt (tief gespalten)
4 weibliches Blütenkätzchen mit bestäubungsbereiten Blüten. 5 + 6 weibliche Blütenstände mit jeweils 3 Blüten
7 Nussfrucht (mit häutigen Flügeln)
8 Tragblatt der Nussfrucht

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Buchenartige (Fagales)
Familie: Birkengewächse (Betulaceae)
Unterfamilie: Betuloideae
Gattung: Birken (Betula)
Art: Hänge-Birke
Wissenschaftlicher Name
Betula pendula
Roth
Betula Pollen 400x
Hängebirkenwäldchen im Arboretum Main-Taunus, Eschborn

Im Duden und in allgemein gültigen deutschen Wörterbüchern wird dieser Baum nach der deutschen Rechtschreibung Hängebirke geschrieben. Bezieht man sich jedoch auf wissenschaftlich fundierte botanische Werke, ist die Schreibung Hänge-Birke als deutscher botanischer Name mittlerweile standardisiert, vgl. Standardliste der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands.

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Stamm und Borke
Hängebirkenallee im Donauried

Die Hänge-Birke wird im Regelfall zwischen 15 und 25 Meter hoch. Sie erreicht eine Maximalhöhe von 30 Meter und einen maximalen Stammdurchmesser von 0,9 Metern. Das Höchstalter beträgt etwa 150 Jahre. Die Art besitzt eine mehrschichtige Krone. Die Äste stehen spitzwinklig ab, die Zweigenden hängen über. Die Hänge-Birke hat eine weiße Glattrinde. Diese wird von einem Oberflächenperiderm gebildet, das allerdings nicht lebenslang aktiv ist. Es platzt borkig auf und wird dann von einem Tiefenperiderm abgelöst. Die ältesten Schichten der weißen Glattrinde können sich mehr oder minder großflächig abringeln oder in schmalen Streifen ablösen. Die weiße Farbe der Rinde kommt durch eine Einlagerung von Betulin zustande, welches das Licht vollständig reflektiert, wodurch die Rinde weiß erscheint.[1] Die weiß gefärbte Rinde wird als Schutzmechanismus gegen Rindenbrand (Rindenschäden durch intensive Sonneneinstrahlung), besonders im Winter, gedeutet.

Die Hänge-Birke bildet ein nicht sehr tiefgehendes, aber dichtes Herzwurzel­system. Die wechselständigen, gestielten Laubblätter sind 4 bis 7 Zentimeter lang und schraubig angeordnet. Sie sind dreieckig bis rautenförmig, mit lang ausgezogener Spitze, ihr Rand ist doppelt gesägt.

Die Hänge-Birke ist einhäusig, monözisch, d. h., die weiblichen und männlichen Blüten sind getrennt in hängenden Kätzchen auf einer Pflanze. Blütezeit ist von April bis Mai und die Samen reifen im August bis September. Die Früchte sind etwa 3 Millimeter lange Nüsschen, die dünnhäutig geflügelt sind. Die leichten Früchte werden durch den Wind verbreitet und die Samen keimen bei ausreichend Feuchtigkeit sofort.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.[2]

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